Pimmelbergers Paradies

Joachim zeigt dir, wo der Hammer hängt.

Hikkaduwa, Galle und Colombo

Fotos Weltreise Woche 4

Hikkaduwa ist im Grunde nur ein Dorf an einer hammerlauten, hammerstark befahrenen Straße, wo es noch schwerer als sonstwo ist, ein wenig Ruhe zu finden. Es gibt dort zwar schöne Strände und schöne Riffe zum Schnorcheln und Surfen, aber an unserem ersten Tag zog es uns trotzdem nach Galle, wo wir die schöne alte Festung besichtigten.
Nach einigen kränklichen Tagen in Hikkaduwa verbrachten meine Reiseabschnittsgefährtin und ich unsere letzten Tage auf Sri Lanka bei der Familie eines jungen Sri Lanker in Colombo, den wir kurz nach unserer Ankunft kennenlernten. Eine interessante Erfahrung.
Gefühlt wurde es von Tag zu Tag heißer und stickiger und ich war nach vier Wochen tatsächlich froh, Sri Lanka verlassen zu dürfen.

Mein Bericht der vierten Weltreisewoche: Weitergespült

Mirissa und der Regenwald

Fotos Weltreise Woche 3

In Mirissa waren meine Reiseabschnittsgefährtin und ich von schlechtem Wetter und schlechter Laune verfolgt. Ein abenteuerlicher Ausflug in ein Regenwaldreservat munterte uns auf.

Meine Berichte aus der dritten Weltreisewoche:
Die Mirissa-Depression
Mit dem Roller in den Regenwald

#2 Lieblingslieder

Ich sang die ganze Zeit von dir – Tomte

Stellvertretend für viele gute Lieder der deutschen Band Tomte möchte ich das oben verlinkte Lied zu meiner Lieblingsliederliste hinzufügen. Die Musik dieser Band begleitet mich nicht erst seit einigen Monaten auf Reisen sondern bereits seit vielen Jahren. Immer mal wieder verschwinden sie von meiner persönlichen Bildfläche, um dann immer wieder aufzutauchen und Gänsehaut abzuliefern.
Kleiner Zusatz: Trotz intensiven Hörens habe ich die versteckten Bedeutungen mancher Lieder und Zeilen noch immer nicht verstanden. Macht aber nichts. Musik mit englischen Texten höre ich auch ohne sie zu verstehen.

Frische funky Musik

Die Parcels sind eine junge aufstrebende Band aus Australien, die im Sommer auf einem Festival spielen, das Joachim besucht. Die Jungs haben zwar noch kein ‚richtiges‘ Album rausgebracht, die Musik kann man sich aber trotzdem mal reintun!

Arugam Bay

Fotos Weltreise Woche 2

Zum Zeitpunkt meines Aufenthalts in Arugam Bay ging die Haupt-Tourisaison zu Ende, der Regen setzte langsam ein und die komplett ausgetrockneten Reisfelder, in denen sich große Pfauenherden tummelte, wurden für den Reisanbau vorbereitet. Es war immer noch heiß und schwül, aber nicht mehr ganz so laut und schmutzig und nach einer anstregenden Reisewoche konnten meine Reiseabschnittsgefährtin und ich  endlich ein wenig entspannen, ein paar Wellen reiten und Touri-Kram wie eine Safari unternehmen.

Mein Bericht der zweiten Weltreisewoche: Eine Woche im Paradies

Colombo und Kandy

Fotos Weltreise Woche 1

Mit einem halben Jahr Abstand verliert die Erinnerung an den Schmutz, Gestank, Heimweh, die Chaotik, Hitze und den Lärm auf Sri Lanka an Schärfe. Stattdessen prägt die Schönheit dieses Landes im indischen Ozean, das so anders ist als alles, was ich jemals zuvor gesehen und besucht habe, den Eindruck meines ersten Weltreiseziels im vergangenen Oktober.
Einen kleinen Eindruck von meiner ersten Woche auf Sri Lanka vermitteln folgende Bilder. Wer es authentisch mag, denkt sich bitte den Geruch brennender Plastiktüten, den Sound von Jingle Bells abgespielt auf einem Megaphon und die schwüle Hitze in einer Sauna dazu.

Hier mein Reisebericht der ersten Weltreisewoche: In den Bergen Sri Lankas

 

Auf den Sommer folgt der Frühling 

Weltreise Woche 27

„Hmm, irgendwie… so… normal.“ Die Antwort meiner Herzdame auf die Frage nach ihrem ersten Eindruck New Yorks überrascht mich. Wir sitzen in einem kleinen französischen Café in der Nähe der Wall Street und tauen wieder auf nachdem wir über die Brooklyn Bridge spazierten. Die Überraschung ob ihrer Antwort weicht bald der Erkenntnis, dass sie wieder mal Recht hat. In Film und Fernsehen wirkt die Metropole mit ihrer Skyline tatsächlich gigantischer als an dem grauen Märzmorgen, an dem wir unseren 20-Kilometer-Spaziergang starten.
Je länger wir unterwegs sind desto mehr fasziniert die Stadt allerdings und sie schafft den Sprung ganz weit nach oben in der Liste meiner Lieblingsstädte. Nach einem halben Jahr an weltabgewandten oder südostasiatischen Orten überwältigt mich die schiere Menge an Menschen, die omnipräsente hohe Technik, die Mode, die Betriebsamkeit, die verschiedenen Viertel, die vielseitige Architektur, die Mischung an Menschen, die Auswahl an allem, die Effizienz und die Anhäufung geschichtsträchtiger sowie bedeutungsschwangerer Orte und Sehenswürdigkeiten. Kurz und knapp: In New York geht so einiges.
Beinahe hätten wir den Übergang in die letzte Episode der Weltreise aber verkackt: Am Morgen des Reisetages nach New York standen wir um 5 Uhr morgens in völliger Dunkelheit an der Straße und versuchten, die 20 verbleibenden Kilometer zum Flughafen auf Eleuthera zu trampen. Um 5 Uhr morgens geht auf Eleuthera aber so gut wie nichts. Alle zehn Minuten ein Auto, das uns nicht mitnahm. Um 6.30 Uhr sollten wir allerspätestens am Flughafen sein und erst um kurz vor sechs erbarmt sich der Fahrer eines Pick-Ups und nimmt uns ein großes Stück des Weges mit. Frierend sitzen wir im kalten Wind auf der Ladefläche, die Sonne machte sich zum Aufgang bereit und wir drückten uns selbst die Daumen, dass wir es rechtzeitig schaffen. Eigentlich wollten wir uns genau diesen Stress am frühen Morgen (und weitere Übernachtungs- sowie Taxikosten) ersparen und sind deswegen bereits am Vorabend des Reisetages zum Flughafen getrampt, was spitzenmäßig funktionierte. Am Flughafen auf Eleuthera darf man aber nicht die Nacht über rumhängen – was wir natürlich weder wussten noch wahrhaben wollten. Dem freundlichen Polizisten, der uns darüber in Kenntnis setzte, erläuterten wir unsere Motive für dieses dort anscheinend ungewöhnliche Ansinnen. Er hatte Verständnis, konnte und wollte uns allerdings nicht in Ruhe rumhängen lassen, weshalb er uns eine Gratisübernachtung in einem Hotel organisierte und uns mit seinem Jeep-Wrangler-Streifenwagen dorthin chauffierte.
Schön und gut, die Sache hatte aber einen Haken: Morgens um fünf mussten wir wieder an der Straße stehen und unsere Daumen gleichzeitig drücken und raushalten, um unser Glück bis zum letzten Tropfen auszuwringen. Mit Erfolg. Um kurz nach halb sieben stolpern wir in den Flughafen, der Rest der Reise verläuft dann reibungslos: Frühstück, Herumblödeln und Verabschiedung mit und von Nancy und Peter, Flug zum JFK und die Metrofahrt mit Boardbag nach Brooklyn, wo wir für zwei Nächte unterkommen. Kurz nach unserer Ankunft fängt es eisig zu regnen an und wir sind dankbar für die Ausrede, das Zimmer nicht mehr verlassen zu müssen.
Am nächsten Morgen sind wir dafür umso früher auf den Beinen, um so viel wie möglich von NYC zu sehen und einen umfassenden ersten Eindruck zu gewinnen. Von tippitoppi Hochhäusern mit Glasfronten neben alten Backsteinhäusern mit Graffitis. Von Flagship-Stores und Crap-Shops. Von Hotdog-Ständen und Diners. Vom bewegenden Memorial Park beim One World Trade Center. Von Touri-Horden und Ticketaufschwatzern. Von Shopping-Möglichkeiten und teuren Werbeflächen. Vom Central Park. Von Chinatown und Little Italy. Von Fahrradkurieren und dicken Limousinen. Wir durchmessen Manhatten mit gemütlichen Schritten, ich fühle mich wie Hansguckindieluft und versuche so gut es geht, Zusammenstöße und Stürze zu vermeiden, wir geben unser verbleibendes Geld aus und genießen genau wie die bleichen und wintergeplagten New Yorker das nach dem winterlichen Morgen aufkommende Frühlingswetter. In den vielen kleinen und großen Parks wachsen bereits Narzissen und Krokusse, die Bäume sind aber noch frei von jeglichem Grün.
Ganz anders Deutschland: Bei der Zugfahrt von Frankfurt gen Zuhause zeigt sich die Landschaft bereits deutlich ergrünt und die Sonne bringt mich zur Begrüßung in meinen New-York-tauglichen Klamotten (drei Schichten obenrum plus die neuen Winterschuhe untenrum) direkt zum Schwitzen. So habe ich mir das mit dem Auslassen des Winters vorgestellt. Auf den Sommer folgt der Frühling, eine meiner Lieblingsjahreszeiten. Um es mit Trumps Worten zu schreiben: Bing, Bing, Bing, tippitoppi! Von den bleichen und wintergeplagten Deutschen werde ich mir erzählen lassen, wie krass kalt, gräulich grau und schlimm schmutzig der Winter in Schland war. Und ich werde von meinem ‚Winter‘ berichten. Surfen statt Schnee schippen, Schwitzen statt frieren, draußen statt drinnen, kurze statt lange Unterhose, Ventilator statt Ofen, grün statt grau. Weitere Fotos und eventuell sogar ein Gesamtresumee folgen. Stay tuned!

Erwacht gerade aus dem Winterschlaf: New York

Zwei Seiten einer Medaille 

Weltreise Woche 26

In den beiden vergangenen beiden Wochen habe ich mich viel beschwert. Über das Wetter, die Strände, die Vegetation, meine Stimmung, die Gegend, die hohen Preise und mangelnde Möglichkeiten. Natürlich stets gut begründet. Man kann das aber auch ganz anders sehen. Natürlich ebenfalls gut begründet. Drei Wochen haben wir auf Eleuthera verbracht und wir hatten eine wirklich schöne Zeit. In vielerlei Hinsicht:
Gleich nach unserer Ankunft haben wir den Einheimischen eine Chance gegeben, uns ihre Gastfreundschaft unter Beweis zu stellen, denn wir hatten vor, zu unserer Unterkunft zu trampen. Wir waren noch gar nicht mal richtig bereit als ein Kleinbus eines Mobilfunkanbieters wendete, zu uns fuhr, die Scheibe runtergekurbelt wurde und wir gefragt wurden: „You guys need a ride?“ Boardbag und Koffer zwischen Werkzeug und Kabeln untergebracht und los ging’s. Wir wurden an einer strategisch günstigen Stelle zum Weitertrampen abgesetzt und hatten nicht mal Zeit für eine Zigarette als uns schon wieder jemand mitnehmen wollte. Man konnte die Rückbank des Autos jedoch nicht umklappen, meine Boardbag passte daher nicht ins Auto, wir waren erleichtert, denn wir hofften, endlich die bereits gedrehte Zigarette rauchen zu können. Denkste. Nur wenige Momente später hielt bereits das nächste Auto neben uns, um uns eine Mitfahrgelegenheit aufzudrängen. Dieses Mal passte das Gepäck ins Auto, wir hatten also keine Ausrede, ließen uns bis vor die Tür des Surfer’s Haven fahren und uns etwas über die Insel erzählen. Whoop whoop, guter Einstieg! Voller Vorfreude auf die kommenden Wochen und mit einem fantastischem ersten Eindruck der Menschen auf Eleuthera machten wir uns im Haven breit.
Es ließ sich gut aushalten, das Wetter war zumeist gut bis hervorragend – Wind sind wir Küstendeutschen ja gewohnt und ‚it keeps the bugs away‘ -, es wurden uns einige schöne Surftage beschert, dank Nancy und Peter sind wir auf der Insel herumgekommen, Trampen wurde mit der Zeit zur Gewohnheit, dabei haben wir viele interessante Begegnungen gehabt, im Haven ließ es sich bei Kaffee, Pancakes, Toast und frischer Seeluft hervorragend aushalten, wenn mal wieder nichts los war und auch unsere Kommunikation funktioniert wieder beinahe wie ‚damals‘.
Die Flora und Fauna mag nicht so spektakulär wie in anderen tropischen Ländern sein, aber viele der Pflanzen hier kenne ich als Zierpflanzen aus deutschen Wohnzimmern – außerdem sind die Blüten des ‚Bahamian Buttercup‘ ganz zauberhaft – und wenn man genau hinsieht, entdeckt man an Land süße Eidechsen, dusselige Skorpione sowie neugierige Tölpel und im Wasser bunte Rifffische, Schildkröten und sogar Stachelrochen. Die Strände wirken zwar auf den ersten Blick karg, aber das Wasser ist auch in Wirklichkeit so türkis wie in den Prospekten und der Sand besteht nicht aus zerkleinerten Steinen sondern aus zerkleinerten Muscheln und enthalten teilweise so viele rosafarbene Partikel, dass ganze Strände als ‚pink‘ bezeichnet werden. Um dieses Phänomen wahrnehmen zu können, muss man den Sand allerdings sehr eingehend untersuchen.
Meine Stimmung war zwar teilweise ein wenig gedämpft, aber das muss ich mir selbst anlasten. Schlechte Laune bedingt häufig Pessimismus, was zu den Beschwerden führen kann, die ich eingangs aufführte. Rückblickend würde ich aber sagen, dass alles gut und richtig war wie es war. Die Ruhe und Abgeschiedenheit gab mir die Chance, mit teilweise aufkommenden Schüben schlechter Laune umgehen zu müssen – ich konnte mich nicht einfach irgendwie ablenken – und so habe ich meine innere Mitte aus eigener Kraft wieder gefunden. Außer meiner Herzdame waren auch Nancy und Peter dabei sehr hilfreich. Die Ausflüge, Restaurantbesuche und Gespräche über Gott und die Welt – wortwörtlich, denn die beiden sind ganz amerikanisch ganz schön gottesfürchtig – mit den beiden haben unserem Reisealltag und unserer Stimmung gutgetan. Und zum ersten Mal seit langer Zeit wurde ich nach einer Pizza-Pyjama-Party im Ferienhaus der beiden vom Geruch frisch gebratenen Bacons geweckt. Obergeil!
Außerdem: Auf einer Insel, auf der Menschen leben, die zwischen zwei Surfsessions speerfischend Hummer erbeuten und mit dem Hummer auf dem Board zurück an Land surfen und dann auch noch abends in einer Bar Musik machen, kann es nicht so schlimm sein! Zudem gibt es dort deutlich überkopfhohe Wellen, die sich recht entspannt abreiten lassen. Und frisches Filet vom Barracuda. Und zumeist selbstgeschnitzte Pommes statt Tiefkühlkost. Keine Kriminalität. Stattdessen jede Menge freundliche, entspannte, hilfsbereite Menschen. Und Bahama Mamas.
Sechs Monate Sommer sind nun vorbei. Es war ein Sommer mit viel tropischem Regen, vielen neuen Erfahrungen, Höhen, Tiefen und Alltäglichkeit. Obwohl der Sommer für mich endet ist die Reise noch nicht vorbei. Vor der Rückkehr steht das finale Highlight an: Ein verlängerter Stopover in New York City. Von Eleuthera nach New York, krasser könnte der Gegensatz nicht sein. Zwei Tage und zwei Nächte verbringen wir in der einzigen Stadt Amerikas, die mich wirklich reizt – genug Zeit, um ein wenig der Atmosphäre dieser krassen Metropole aufzusaugen und durch den Central Park sowie über die Brooklyn Bridge zu spazieren. Als allererstes muss ich mir dort aber Winterschuhe besorgen. Und Handschuhe. Könnte nämlich kalt werden. Erst Recht nach einem halben Jahr in kurzen Hosen und Tanktops in den Tropen. 

So scheiße sind die Bahamas gar nicht!

#1 Lieblingslieder

Mountain At My Gates – Foals

Schon seit vielen Wochen begleitet mich das Lied beim Reisen. Mir gefällt die subtile Melancholie, die verzweifelte Dramatik und die treibende Kraft des Liedes. Deswegen habe ich es jetzt in meine persönliche Lieblingsliederliste aufgenommen. 

Neue Lebenspläne

Die Weltreise ist bald vorbei und das bedeutet einen gravierenden Einschnitt im Leben des Joachim P.: Das ‚richtige‘ Leben beginnt, es wird nicht mehr (so viel) gespielt.
Glücklicherweise mangelt es Joachim nicht an Ideen, wie er sein Leben gerne gestalten würde. Sicherheitshalber hat er nun noch zwei weitere Pläne. Die Chance wird immer größer, dass einer am Ende funktioniert. 

Plan P: Sein Wissen über Pflanzen, Garten, Gärtnern und die Gestaltung von Gärten weiter kultivieren und den Gärtner im Garten eines Geldadligen geben. 

Plan Q: Anzug anziehen und in einer gediegenen Bar gediegene Cocktails für feine Herr- und Frauschaften mixen. Und natürlich wertvolle Tipps für jegliche Probleme parat haben – in Form von Aphorismen aus der klassischen Literatur. 

linislife

Gedanken und Gedichte von mir für die Welt :-)

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Ja, Schnecke, besteig den Fuji, aber langsam, langsam! (Issa)