Pimmelbergers Parzelle

Gleich um die Ecke, hinter einer Hecke, bewachsen von Wicken und Goldruten, fand Joachim Pimmelberger eine Perle von einem Schrebergarten: Groß, verwildert, voller Blüten, Hummeln und dornigen Pflanzen, mit zwei reich tragenden Apfelbäumen, einer winzigen Laube und jeder Menge Potential.
Kurzentschlossen wurde Pimmelberger Parzellen-Pächter. Die folgenden Fotografien dokumentieren die Entwicklung des Gartens. Durch Herunterscrollen scrollt der Scroller in der Zeit zurück.

2016

Die Metamorphose des Stück Landes vom verwilderten Brachland zum naturnahen Schrebergarten ging im Jahr 2016 gut voran. So gut, dass Joachim beschloss, an einem Gartenwettbewerb teilzunehmen, bei dem es um die Bienenfreundlichkeit des Gartens und des Gärtnerns ging. Als Preis wurden vom zuständigen Landesgartenverband sogar 250 Euro ausgeschrieben.
Erste Bedingung: Man muss Pächter eines Schrebergarten sein.
Zweite Bedingung: Eine Bewerbung für den Wettbewerb schreiben. Darin hob Joachim seine sanfte Art zu Gärtnern und all die Pflanzen in seinem Garten hervor, die Bienen anziehen. Von Tulpen, Apfelbaumblüte, Lupinen und Löwenzahn im Frühjahr, über wilde Wicken, Topinambur, Borretsch, Brombeeren, Ringelblumen, Sonnenhüte und -blumen im Sommer bis hin zu Astern und Bienenbaum im Spätsommer/Herbst. Darüber hinaus hat sein Garten viele wilde Bereiche, in denen Pflanzen wie sie wollen wachsen und blühen dürfen und Bienen viele Rückzugsräume finden können.
Dritte Bedingung: Die Beschreibung des Gartens muss der Jury gefallen. Das war tatsächlich der Fall.
Vierte Bedingung: Die Jury kommt vorbei und begutachtet den Garten, was vor einigen Wochen geschehen ist. Joachim stellte den Herrschaften den Garten vor, bewirtete sie mit Kaffee und Bienenstich und beantwortete Fragen.
Fünfte Bedingung: Der Garten muss mehr Punkte sammeln als die ‚Konkurrenten‘. Punkte brachten zum Beispiel die Vielfalt einheimischer Stauden, die Maßnahmen, die getroffen wurden, um Bienen zum Beispiel Nistmöglichkeiten anzubieten und verschiedene Merkmale naturnahen Gärtnerns wie zum Beispiel die Verwendung von eigenem Kompost. Letztlich reichte es nicht für eine Platzierung unter den besten drei, aber der Wettbewerb motiviert Joachim, den Garten weiterhin zu verändern, weil er gemerkt hat, dass seine kontinuierliche Arbeit bereits viele Früchte trägt. Und das nicht nur im übertragenen Sinn.

2015

Im zweiten Gartenjahr sollte alles besser werden. Hat sich jedenfalls Joachim Pimmelberger vorgenommen. Deswegen erhielten die verwilderten Apfelbäume bereits im Februar einen Radikalschnitt, die Beete schubkarrenweise eigenen Kompost und später sogar noch Pferdemist. Außerdem riss er den Wildwuchs in ganzen Soden aus dem Boden, um Platz für Blumen und Gemüse zu schaffen. Mit viel Liebe zog Joachim Pflänzchen auf seiner Fensterbank vor, um damit all den Platz zu füllen, der frei wurde. Das ganze Jahr über verbrachte er viel Zeit mit der Pflege seines Landes. Vieles gelang tatsächlich besser als im Vorjahr, aber der Garten hat noch immer immenses Potential.

Der Juni war mehr wie ein normaler Mai. Es regnete viel, wurde wärmer und viele Wachstumsschritte, die eigentlich im Mai vollzogen werden, fanden statt. Schön war’s.

Der Mai war kalt und regnerisch, viele Pflanzen, die es gerne wärmer gehabt hätten, wuchsen wenig und konnten dem Schneckenfraß kaum was entgegensetzen.

Der April bescherte Joachim einen verheißungsvollen Auftakt für die Gartensaison.

Februar

2014

Viel Hitze und große Trockenheit machten gegen Ende des Sommers vielen Pflanzen auf dem sandigen Boden zu schaffen. Nichtsdestotrotz kam nach dem Hochsommer herbstliche Freude im Garten auf.

Im Juni und Juli musste Joachim sich so manches gärtnerisches Misslingen (zum Beispiel mit Spinat, Kohl, Rizinus oder Kürbis) eingestehen. Schön blieb es trotzdem in seiner Parzelle.

Im Mai folgte weiterhin gutes Wetter und der Garten entwickelte seine ganze Pracht. Auch Joachims zaghafte Versuche als Gemüsegärtner zeigten erste Resultate.

Ab Mitte des Monats April ließen viele Sonnenstrahlen Pflanzen und Blüten sprießen.

Im März 2014 kam wieder Leben in den Garten. Die Bäume schlugen aus, einige Frühblüher erschienen zwischen all dem Unkraut und die Stauden begannen von Neuem zu wachsen.

Nach dem Verblühen der Astern, dem zaghaften Aufkeimen des Gründüngers und dem Abdichten des löchrigen Laubendaches fiel der Garten in den Winterschlaf. Perle und Pimmelberger waren gespannt, welche Überraschungen der Garten im kommenden Jahr für sie bereithalten würde.

2013

Der Garten macht trotz seines rohen Zustandes schon viel Freude (Oktober/September 2013):

Es bleibt viel tun, um das Stück Land mal ‚Garten‘ nennen zu können (Oktober 2013):

Bereits benutzbar (8. September 2013).

Wie sagt der Ostfriese: „Nützt ja nix.“ An die Arbeit (September 2013):

Zwischen dem ganzen Grün kam einiges zu Tage. Viel Müll, aber auch eine Laube. Praktisch (4. September 2013):